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Emil Steinberger
Emil Steinberger© Niccel SteinbergerEmil Steinberger wurde im Januar 1933 in Luzern als Sohn eines Kaufmanns geboren. Nach seiner Ausbildung wurde er zunächst Postbeamter. Neun Jahre später absolvierte er eine Graphiker-Ausbildung und gründete ein Werbebüro. 1968 initiierte er das "Luzerner Kleintheater" und leitete zwei Filmkunst-Kinos. Bereits ein Jahr zuvor hatte er erstmals ein eigenes Kabarettprogramm erfolgreich auf heimischen Bühnen vorgestellt.
Einem größeren Publikum bekannt wurde er durch die Ausstrahlung seiner Auftritte im deutschen Fernsehen ab 1971 – es folgten zahllose Gastspiele und Tourneen. 1977 ging "Emil" mit dem Schweizer Nationalzirkus "Knie" auf Tour. 1980 war er finanzieller Geburtshelfer und Regisseur beim Neustart des "Circus Roncalli" in Köln. Als Schauspieler debütierte Steinberger in dem 1978 von Rolf Lyssy gedrehten Spielfilm "Die Schweizermacher", der zum erfolgreichsten Schweizer Film überhaupt avancierte.
1987 beendete er vorläufig seine Bühnenkarriere und wandte sich zunächst wieder seinen Interessengebieten Malerei, Fotografie und Literatur zu – dies führte auf Umwegen zurück in die Werbebranche. Als Schauspieler, Texter und Regisseur verantwortete er zahlreiche Werbespots. Im Jahr 1993 zog Steinberger für über sechs Jahre nach New York, von wo aus er regelmäßig Kolumnen für "Die Weltwoche", die "Berliner Morgenpost", die "Schweizer Familie" und viele anderen Zeitschriften schrieb.
Steinberger erhielt den Deutschen Kleinkunstpreis (1975), den Karl-Valentin-Orden (1985), den Hans-Reinhardt-Ring (1988), die Goldene Ehrenrose von Montreux (2003) und den Salzburger Ehren-Stier (2005). Emil Steinberger lebt heute mit seiner Frau Niccel in Basel.
