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Pit Knorr und Wiglaf Droste
Pit Knorr
Pit Knorr© Stadt Göttingen / HellerPit Knorr wurde 1939 in Salzburg geboren, studierte Germanistik, Geschichte und Politische Wissenschaften in Heidelberg. Ab 1961 war er als Texter und Schauspieler beim Heidelberger Kabarett "Das Bügelbrett" beschäftigt, machte ausgedehnte Deutschland-Tourneen, und hatte zwei gemeinsame Auftritte mit Wolfgang Neuss.
1968 wurde er zunächst Redakteur, dann Textchef der Satire-Zeitschrift "Pardon". Als "Autoren Coop" mit Wilhelm Genazino entwickelte er ab 1971 zahlreiche gemeinsame Features und Hörspiele. Zusammen mit Robert Gernhardt schrieb er die Radio-Comedy-Serien "Dr. Seltsams Sonntagssortiment" und "Help – ein satirisches Aushilfsmagazin". 1974 formiert sich die Autorengruppe GEK (Gernhardt/Eilert/Knorr) zu regelmäßiger, fester Zusammenarbeit und verfasste sämtliche Bühnen- und Fernsehshows, Bücher und Filme des ostfriesischen Komikers Otto Waalkes.
1979 gründete Knorr, gemeinsam mit Robert Gernhardt, Chlodwig Poth, Hans Traxler und F. K. Waechter die Zeitschrift "Titanic – das endgültige Satiremagazin", für das er auch als Autor tätig war. Knorr lebt in Frankfurt am Main.
Wiglaf Droste
Wiglaf Droste© Stadt Göttingen / HellerWiglaf Droste wurde im Juni 1961 in Herford geboren. 1985 begann er, als Journalist und Schriftsteller zu arbeiten: Er schrieb für das "Spandauer Volksblatt", die "taz" und das Berliner Stadtmagazin "tip". 2006 wechselte er zur Tageszeitung "Junge Welt", schrieb für die Monatszeitschrift "Das Magazin", arbeitete für den Deutschlandfunk, den RBB und das Magazin "Figaro" des MDR und schaffte es, auch auf dem außerdeutschen Markt Fuß beim Schweizer "Tages-Anzeiger" und der "Neue Zürcher Zeitung" zu fassen. Bereits 1989 publizierte Droste mit "Kommunikaze" seinen ersten Sammelband mit Polemiken, Satiren und kleinen Erzählungen. In der Folge brachte er fast regelmäßig jedes Jahr ein Buch heraus.
Droste war zwischen 2000 und 2008 als Sänger des Jazz-Chanson-Trios Spardosen-Terzett aktiv, danach mit der "Tünseltown Rebellion Band". Der Ben-Witter-Preis wurde ihm 2003 ausdrücklich für sein "vitales Dissidententum" verliehen. 2005 folgte der Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis für sein Werk. Droste verstarb am 15. Mai 2019 im Alter von 57 Jahren.
