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Chlodwig Poth
Chlodwig Poth© FrenzChlodwig Poth wurde im April 1930 in Wuppertal geboren. Ab 1946 veröffentlichte er zeitbezogene Karikaturen in Berliner Zeitschriften. 1947 begann er ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste; ab 1948 arbeitete er für die Zeitschrift "Der Insulaner". 1955 erfolgte der Umzug nach Frankfurt.
Erste Bücher mit seinen Zeichnungen wurden veröffentlicht, während er überwiegend als Redakteur für die "Dunlop"-Werkszeitschrift tätig war. Zu Beginn der sechziger Jahre war er eine der treibenden Kräfte bei der Gründung der Satire-Zeitschrift "Pardon". Seinen Ruhm begründeten die Zeichenserien von "Mein progressiver Alltag", in denen er den 68ern auf die Zähne fühlte. 1979 war er Mitbegründer und Gesellschafter der "Titanic", in der seitdem in jeder Ausgabe mindestens ein Beitrag von ihm erschien. Daneben zeichnete er aber auch für die Mitgliederzeitschrift der IG Metall, für "Psychologie Heute" und für zahlreiche andere Publikationen.
Nach dem Umzug in den Frankfurter Vorort Sossenheim widmete er sich in den Bildern von "Last Exit Sossenheim" seiner "neuen Heimat". Seit 1982 schuf er außerdem die stillen und überaus genau durchgearbeiteten "Stadtschaften". Poth wurde mit zahlreichen Einzelausstellungen geehrt, so in Berlin, Frankfurt, München, Wien, Stuttgart und Hamburg. 2003 wurde ihm die Goethe-Plakette verliehen.
Chlodwig Poth starb am 8. Juli 2004 in Frankfurt.
